Pfadfinderprüfung 2017

Text: | 11.05.2017 | Bisher 689 Mal gelesen

JurtheAm30. April bzw. am 1. Mai war es wieder soweit, die jährlichen Pfadfinderprüfungen fanden statt. Gemeinsam mit Pfadfindern aus Kiebitzreihe, Halstenbek und Pinnebgerg galt es zunächst für die Großen am 30. April in der Kreuzkirche ihr Pfadfinderwissen unter Beweis zu stellen. Aus Waldenau ließ sich die Sippe der Wanderfalken auf Bronze testen und die Mitarbeiter wagten sich an die Silberprüfung.

Alle anderen waren wirklich herausragend gut, es gab durchweg hohe Punkte. Beeindruckt haben mich besonders Amrei und Justus, die mit ihren 12 Jahren bereits eine Kothe zu zwei aufbauen können, die zudem auch super stand und abgespannt war. Auch in den anderen Kategorien sammelten sie viele Punkte z.B. in Erste Hilfe, Knoten, Lagertechnik, Feuer und Orientierung.

Die Silber Prüflinge waren alle vorher schon Prüfer in Bronze, haben dann das SeilbrückeGemeindehaus der Kreuzkirche aufgeräumt, um danach ihre eigene Prüfung abzulegen: sie mussten sich in Lagertechnik, erste Hilfe und natürlich im Rucksack packen für ihre Übernachtung beweisen. Sie wurden danach raus gefahren, ausgesetzt, mit Karte und Kompass, wussten nicht, wo wir sie raus lassen hatten und sollten sich selbständig orientieren und den Weg nach Halstenbek zur Erlöserkirche finden. Auf dem Weg mussten sie sich über die Strukturen ihrer Kirchengemeinde bewusst werden und sollten ein Organigramm zeichnen. Außerdem sollten sie den Lebenslauf von Jesus aufschreiben. Am nächsten Morgen in Halstenbek angekommen, hatten sie noch bis zum Mittagessen Zeit, eine Kothe aufzubauen – ohne Hilfsmittel. Das heißt: die Zeltbahnen wurden gestellt, alles andere inklusive Heringe mussten sie sich selbst besorgen, schnitzen, und sich überlegen, wie sie das Zelt aufbauen. Schöne Ideen kamen zustande! Thies und Jesse aus Pinneberg zum Beispiel bauten ihr Zelt rund um einen Fahnenmast auf!

Erste HilfeAm Montag fanden dann die Wölflingsprüfungen statt: gut 80 Kinder zwischen 8 und 12 Jahren durchliefen 14 Stationen mit 40 Prüfern, um ihr Pfadfinderwissen unter Beweis zu stellen. Der Prüfungslauf fand zwischen Erlöserkirche und Regenauffangbecken statt, immer drei Prüfer standen an den Stationen bereit, um die Gruppen der ankommenden Kinder zu prüfen. An manchen Stationen theoretisch, wenn zum Beispiel gefragt wird, wie der Bundespräsident heißt. An manchen Stationen ganz praktisch, wenn man Holz sägen muss oder die stabile Seitenlage vorführen.

Der Tag wurde dann abgerundet mit einem Gottesdienst, in welchem die Wolfsköpfe verliehen wurden. Alle Kinder schafften in diesem Jahr die bunten Wolfsköpfe. Sagenhaft!. Und es ist eine riesige Freude zu sehen, wie viele “Große”, also Jugendliche die 13 bis 20 Jahre alt sind, dabei bleiben und Prüfer für die Jüngeren sein wollen. “Ich mache das gerne!” sagte Nadja Eigler, die an beiden Tagen Prüferin war. Ohne diese tatkräftigen, motivierten jungen Menschen würden wir in unserer Region in solch einem kompakten Rahmen gar nicht prüfen können.

Ein für unsere drei Stämme außergewöhnlicher Wolfskopf wurde im Gottesdienst zum Feuerersten Mal verliehen. Laura Sypli (21) aus Pinneberg Christus hatte vor einigen Wochen an der Goldprüfung in Grube teilgenommen. Und bestanden! Die erste Jugendliche aus unserer Region, die sich dieser schweren Prüfung stellt. Doch auch daran werden wir uns wohl gewöhnen können, denn die sechs Silberprüflinge wollen sich alle tatsächlich nächstes Jahr gerne zur Goldprüfung wagen. Zukunftsmusik :)

Diakoin Karen Adler

Kommentare sind geschlossen