Sternsinger 2018

Text: | 17.01.2018 | Bisher 577 Mal gelesen

Sternsinger2Am 13. Januar war es wieder so weit. In Pinneberg machten sich 70 Kinder und ihre Betreuer auf den Weg und brachten in 220 Haushalte den Segen der Sternsinger und sammelten Geld für das projekt „Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit!“.

Nicht alle Kinder haben die Möglichkeit die Schule zu besuchen. Viele Kinder, nicht nur in Indien, müssen täglich von klein auf arbeiten, oft unter ausbeuterischen und gefährlichen Bedingungen. (z.B. auf der Müllkippe auf der Suche nach verwertbaren Metallresten oder bei der Herstellung von Kohle, in der Glasverarbeitung oder beim Teppich knüpfen)  Ihre Familien sind zu arm und können nicht auf das Einkommen der Kinder verzichten.

Salma muss ebenfalls schon hart arbeiten. Aber Salma hat Glück: Sie darf neben der Arbeit zur Schule gehen. Von Montag bis Samstag muss sie nur einen halben Tag arbeiten, sonntags arbeitet sie den ganzen Tag. In ihrem Dorf wird unter freiem Himmel Hindi, Englisch und Mathe unterrichtet. Salma hat den Traum, später auch einmal Lehrerin zu werden.

Das Geld der Sternsingeraktion soll Kindern ermöglichen, in ihren Dörfern zur Schule gehen können, um später bessere Sternsinger 1Berufsaussichten zu haben. Außerdem wird der Aufbau von Selbsthilfegruppen für Frauen unterstützt. Die Frauen sparen Geld auf einem gemeinsamen Konto. Zusammen wird entschieden, welche der Frauen einen Kredit bekommt, damit sie zum Beispiel eine Ziege oder eine Kuh anschaffen können. Durch den Verkauf von Milch oder Butter zahlen die Frauen ihre Kredite schnell zurück. Die neuen Einkommensquellen machen es ihnen außerdem leichter, auf die Arbeitskraft ihrer Kinder zu verzichten und sie stattdessen zur Schule zu schicken.

Danke allen Menschen, die die Sternsinger unterstützt und herzlich empfangen haben. Es sind über 7000€ zusammen gekommen! Gott segne die Geber und Gaben.

 

Diakonin Karen Adler

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